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Top 3: Ausgefallene, pflegeleichte Tiere für die Kita

  • ehansen-olpe
  • 10. Jan.
  • 4 Min. Lesezeit

Tiere sind ein wahrer Gewinn für die kindliche Entwicklung und ein Highlight in jeder Kindertageseinrichtung, aber sie machen auch jede Menge Extraarbeit. Hier sind drei super pflegeleichte Tierarten, deren Anschaffung garantiert für Begeisterung sorgen wird.


Kinder, die mit Tieren aufwachsen, entwickeln nachweislich mehr Verantwortungsgefühl, haben eine höhere Empathiefähigkeit und ein niedrigeres Stresslevel. Diese und noch mehr positive Effekt konnten in zahlreichen Studien nachgewiesen werden (vgl. Beetz, Andrea: Kinder und Tiere - eine Beziehung mit positiver Wirkung). Viele Kitas überlegen immer mal wieder, ob sie ein Tier anschaffen wollen, um eben diese Benefits zu erzielen und ein weiteres Highlight in ihren Alltag zu bringen. Aber vieles spricht auch dagegen: Die Kosten, der Pflegeaufwand, die Fütterung während der Schließzeiten und am Wochenende, Allergien bei den Kindern, der Geräuschpegel für die Tiere... Aber tatsächlich gibt es einige Tiere, die fast alle diese Bedenken in Luft auflösen und zugleich so ausgefallen sind, das vermutlich kein Kind eins davon zu Hause hat.

Bitte bedenkt aber immer, dass es sich um Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen handelt, welche ihr und die Kinder kennen und beachten solltet. Informiert euch gemeinsam mit den Kindern umfangreich über das anzuschaffende Tier und überlegt gemeinsam wie ihr es dem Tier am artgerechtesten machen könnt. Dann lernen die Kinder auch einen wertschätzenden Umgang mit Tieren und erkennen unsere Verantwortung bei der Haltung.


1) Axolotl

Axolotl sind Molche, die ursprünglich aus Mexiko stammen und mittlerweile auch hierzulande immer beliebter werden. Eine Stoffwechselstörung verhindert bei ihnen die Metamorphose (also die Verwandlung z.B. von Kaulquappe zu Frosch oder wasserlebender Larve zu landlebendem Adult), sodass sie ihr Leben lang im Larvenstadium bleiben und im Wasser leben. Sie können 12 - 20 Jahre alt und etwa 15 - 45 cm groß werden. Sie sehen spannend aus, scheinen immer ein wenig zu lächeln und es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben.

Sie brauchen ein Aquarium, welches nach ihren Bedürfnissen eingerichtet ist und regelmäßig, d.h. etwa einmal wöchentlich, gereinigt wird. Darüber hinaus bekommen erwachsene Tiere circa 2x pro Woche Futter. Dabei kann man zwischen Lebendfutter (Larven, Würmer etc.) und Pelletfutter wählen. Da die Tiere sich ausschließlich im Wasser befinden gibt es keinerlei Probleme mit Allergien oder Verletzungsgefahr. Ist die Kita geschlossen, können diese Tiere auch mal ein bis zwei Wochen auf Futter verzichten, wenn sie davor genügend erhalten haben oder man setzt einen Futterautomaten ein, die es extra für Aquarien gibt. Sie benötigen keine Zuwendung und es macht ihnen deshalb nichts aus eine Zeit lang alleine zu sein, wenn sie in Gesellschaft gehalten werden. Natürlich sollten auch diese Tiere nicht mitten in der Bauecke stehen, aber die Geräusche machen ihnen etwas weniger aus als z.B. Kaninchen, da sie durch das Wasser schon geschützt sind und eher Schwingungen wahrnehmen als Schallwellen zu hören wie wir. (vgl. https://www.zooroyal.de/magazin/aquaristik/axolotl-urzeitliche-aquarienbewohner/)


2) Gespenstschrecken

Es gibt verschiedene Arten von Gespenstschrecken, z.B. Stabschrecken, die aussehen wie kleine Äste oder Wandelndes Blatt, die aussehen wie ein Blatt. Sie leben vorwiegend in den tropischen und subtropischen Regionen Asiens und Australiens, wo sie durch ihr Äußeres perfekt getarnt sind. Je nach Art werden sie 1 - 2 Jahre alt und um die 10 - 20 cm groß und können so wunderbar beobachtet werden. Gehalten werden sie in artgerecht eingerichteten Terrarien zu mehreren Tieren. Je nach Art sollte ihr Heim einmal am Tag besprüht werden, um genügend Feuchtigkeit zu haben; man kann aber auch auf automatische Befeuchtungs- / Beregnungssysteme zurückgreifen.

Man kann sie mit verschiedenem Laub füttern, welches auch direkt aus der Natur geholt werden kann. Steht dieses im Wasser, hält es sich problemlos zwei Wochen. Gesäubert werden muss das Terrarium ebenfalls nur etwa alle zwei Wochen. Bei guter Haltung kann man sogar Nachwuchs bei den Schrecken beobachten, was sehr spannend ist, da sie Eier legen und eine (unvollständige) Metamorphose durchlaufen. Außerdem können sie bei Gefahr Gliedmaßen abwerfen, welche bei der nächsten Häutung nachgebildet werden. Sie können auch mal aus dem Terrarium genommen und betrachtet werden. Dies sollte allerdings ein Erwachsener übernehmen und die Kinder nur zuschauen lassen wie sich die Schrecke auf dem Arm vorwärts bewegt, da die zarten Tiere leicht verletzt werden können oder sich erschrecken. Lärm und Trubel außerhalb ihres Terrariums machen ihnen weniger aus als kleinen Säugetieren, aber auch diese Tiere sollten natürlich einen eher ruhigen Ort im Gruppenraum/ der Einrichtung erhalten. (vgl. https://www.tropic-shop.de/cms/gespenstschrecken-haltung-und-pflege-im-terrarium)


3) Achatschnecken

Die Afrikanische Riesenschnecke ist die größte an Land lebende Schnecke und kann bis zu 20cm lang werden. Sie werden in Terrarien zu mehreren Tieren gehalten. Dieses sollte artgerecht ausgestattet werden und regelmäßig befeuchtet werden. Das kann entweder mithilfe einer Sprühflasche erfolgen oder man bedient sich eines automatischen Befeuchtungs-systems. Außerdem sollten sie eine Wärmelampe haben, damit man die optimale Temperatur aufrecht erhalten kann. Achatschnecken fressen vor allem Obst und Gemüse sowie tierische Proteine, also Fleisch, Hundefutter... Sie können bis zu zehn Jahre alt werden.

Achatschnecken eignen sich wunderbar zur Haltung in Kitas, da sie sich auf die Hand nehmen lassen und man sie so beobachten und anfassen kann. Natürlich sollte das Ausmaß dessen für die Tiere reduziert werden - also bitte nicht täglich durch 20 Kinderhände reichen ;-) - damit sie nicht zu großen Stress empfinden. Außerdem kann man mit ihnen verschiedene Versuche machen, wie Schneckenwettrennen oder das Kriechen über verschiedene Untergründe. Auch diese Tiere können mal zwei Wochen ohne Betreuung bleiben, wenn sie eine automatische Befeuchtung haben und ihnen z.B. Pflanzen im Topf und Gemüse bereit gestellt werden. (vgl. https://www.zooplus.de/magazin/terraristik/terrarientiere/achatschnecken)


 
 
 

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